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Seit der Naturschutz-Beauftragte der Gemeinde Hettstadt, Klaus Gottschlich, einen Runden Tisch gegründet hat, der alle an der Natur Interessierten zusammenbringt, summt und brummt es wieder in der Flur!

Landwirte, Förster, Jäger, Imker, Bauhofmitarbeiter, Naturschützer und Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins denken seit 2017 gemeinsam darüber nach, wie die Natur unterstützt werden kann. So erklärte sich der Landwirt Bernhard Kees im Frühjahr bereit, als Vorreiter eine größere Ackerfläche – nämlich 2,2 Hektar – in eine Blühwiese zu verwandeln.


Jetzt im Juli verwandeln Wilde Möhre, Färberkamille und Ackerkratzdistel den Acker in ein weiß-lila-gelbes Blütenmeer. Das ist schön anzusehen und zieht zahlreiche Insekten an. Honigbienen, unzählige Wildbienen sowie eine große Vielzahl an Schmetterlingen, hier das Tagpfauenauge, laben sich am Nektar. Der Dickkopffalter liebt die Luzerneblüten und das Landkärtchen die Doldenblüten der Wilden Möhre. Auch Distelfalter, Kohlweißlinge und Ochsenaugen sind unterwegs. Sogar der seltene Schachbrettfalter wurde bereits gesichtet.

Diese Artenvielfalt am Hettstadter Radlerheim hat inzwischen viele Landwirte zum Nachahmen animiert. Am Rand des Waldgebiets Kleelein, das wegen seiner alten Eichen, die 150 bis 200 Jahre alt sind, für zwanzig Jahre aus der Bewirtschaftung genommen wurde – auf Initiative des Bund Naturschutz und der beiden Naturschutz-Beauftragten der Gemeinde Hettstadt – wurde in diesem Jahr vom Landwirt Peter Köhler ein breites Blütenband angelegt, in dem sich gerade die Kaisermäntel besonders wohlfühlen.

Der Großteil der Landwirte in der Hettstadter Gemarkung beteiligt sich an der Biotopvernetzung und so sind inzwischen etwa 12 Hektar Blühwiesen und blütenreiche Gewässerschutzstreifen entstanden – wertvolle Wildlebensräume, die neben der Tierwelt auch Spaziergänger und Radfahrer erfreuen.

Bildquelle: Pixabay